Die Zeit war reif -

Gründung des Fördervereins der Grund- und Mittelschule vor 20 Jahren


Die Gründung des Fördervereins der Grund- und Mittelschule hatte im letzten Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Einige der Gründungsmitglieder blicken auf die Anfänge zurück und wünschen dem Verein viel Erfolg in der Zukunft.


Andreas Haußner, 66 Jahre aus Dietfurt ist Gründungsmitglied des Fördervereins, war von Anfang an dabei und blickt zurück: „Wir wollten damals die Schule über das normale Maß hinaus fördern.“ Zunächst engagierte er sich als Elternbeiratsvorsitzender und danach als stellvertretender Fördervereinsvorsitzender. Zusammen mit seiner Frau Barbara hat er vier Kinder und mittlerweile vier Enkel, von denen zwei in diesem Jahr in die Schule kommen. Haußner weiß, wie wichtig es ist das Schulleben zu unterstützen. „Es ging und geht uns im Förderverein darum, schnell und unbürokratisch zu helfen zum Beispiel bei finanziellen Problemen der Eltern oder um Projekte zu fördern, die der Sachaufwandsträger nicht übernehmen kann oder um nicht unbedingt erforderliche Projekte mitzufinanzieren.

„Dass die Schulfamilie zusammensteht und das Beste für unsere Kinder anstrebt!“ schätzt er an der Grund- und Mittelschule und den Menschen vor Ort sehr. Natürlich hat er auch Wünsche für die Zukunft des Vereins und für die Schule: „Ich wünsche, dass es allen gut geht und alle gesund durch diese schwere Zeit kommen. Außerdem ein engagiertes „Weiter so!“ für unsere Schule!“


Auch Harald Uhl ist einer der Gründerväter des FÖVE und lässt den Blick Revue passieren:

Es sei damals schon längere Zeit über einen Förderverein für die Schule Dietfurt nachgedacht worden. Uhl habe den Gedanken als damaliger Elternbeiratsvorsitzender aufgenommen. Zwar hatte der Elternbeirat auch immer wieder schon Wünsche der Schule unterstützt, aber eigentlich durfte er offiziell gar keine Kasse haben und schon gar nicht Spendenbescheinigungen ausstellen. Mit einem Förderverein würde man nun eine kontinuierliche Basis an Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge generieren. „Wir wählten als Grundbetrag 1 DM pro Monat, freiwillig gerne mehr. Darüber hinaus konnte man Spenden einnehmen, die auch entsprechend als gemeinnützig und steuerbegünstigt galten.“

Man machte sich daran, eine Satzung zu erstellen und orientierte sich dabei an der Satzung des Fördervereins des Gymnasiums Parsberg, die entsprechend den Gegebenheiten in Dietfurt abgeändert wurde. Schließlich wurde von der Vorstandschaft des damaligen Elternbeirats eine Gründungsversammlung einberufen und ein Vorstand gewählt.

Die Vorstandschaft des damaligen Elternbeirats wurde dann auch in Personalunion zur Vorstandschaft des Fördervereins gewählt. Den Posten des 1. Vorsitzenden habe Uhl auch noch ein paar Jahre wahrgenommen, als er keine eigenen Kinder mehr an der Schule hatte. „Aber grundsätzlich halte ich es immer für richtig, wenn es eine enge Verzahnung zwischen Elternbeirat und Förderverein gibt.“ So wurde es dann auch weitergeführt, erklärt der Dietfurter Allgemeinmediziner. „Zwei Dinge waren uns immer besonders wichtig. Zum einen der Schule eine modernere Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln zu ermöglichen, als dies der Sachaufwandsträger in allen Bereichen kann. Zum anderen bemühten wir uns darum, dass sozial schwächere Schüler nicht abgehängt werden, in dem wir z.B. Skilager und ähnliches auf Antrag unterstützten.“ Auch Vorträge und Kurse seien finanziert worden, wie etwa der Selbstverteidigungskurs für Mädchen, der jahrelang unterstützt wurde und den Uhl heute selbstverständlich für alle Kinder befürworte. „Gerade in der momentanen Zeit ist der Förderverein wieder besonders wichtig. Ich wünsche seinem aktuellen Vorstand viel Erfolg und immer einen lebhaften Spendenfluss!“, so Harald Uhl.


Jochen Vatter, langjähriger Rektor der Grund- und Mittelschule Dietfurt, war von Anfang an mit von der Partie. Er erinnert sich: „Schon bald nachdem ich 1993 meine Stelle in Dietfurt angetreten hatte, kam mir der Gedanke, dass ein Förderverein für die Schule eine gute Sache wäre. Verwirklicht wurde der Wunsch im Jahr 2000 durch den ehemaligen Elternbeiratsvorsitzenden, Herrn Dr. Harald Uhl, der zusammen mit Herrn Klaus Matthes und ihrem geballten Engagement und steuerrechtlichen Knowhow den Förderverein auf die Beine stellte, der somit aus dem Elternbeirat hervorging.“ Dies sei gut so gewesen, denn alle Mitglieder identifizierten sich mit dem FÖVE und seinen Zielen, und die Eltern wussten ebenso, dass sie ihre ureigene Sache unterstützten. Schon bald sei ein Bestand an Mitgliedern gesichert gewesen, der mit jährlichen Mitgliedsbeiträgen die finanzielle Grundlage für eine sinnvolle Arbeit des Vereins legte. Zusätzliche Spenden von Firmen und Privatpersonen oder sogar die Unterstützung durch das Amtsgericht sorgten für zufriedene Gesichter in der Kassenführung. Und als die Mitgliederzahl die Hälfte der Schülerzahl zum ersten Mal überschritten hatte, sei die Freude groß gewesen.    Mit den Einnahmen konnten viele Dinge angeschafft, eine eigene Schülerbücherei eingerichtet, Autorenlesungen durchgeführt und verschiedenste Projekte finanziert werden. „Beihilfen an bedürftige Schülerinnen und Schüler, damit diese an Schullandheimaufenthalten und Skikursen teilnehmen konnten, lagen uns besonders am Herzen“, so Vatter. Zur Vermehrung des finanziellen Polsters hätten besonders Basare, Verlosungen und die Teilnahmen am Weihnachtsmarkt beigetragen. Wesentlichen Anteil am Erfolg des Fördervereins haben laut Jochen Vatter alle seine Vorstandsmitglieder wie etwa Harald Uhl, der zehn Jahre lang Vorsitzender war, danach wurde das Amt acht Jahre lang von Imke Black weitergeführt und seit 2018 von Marc Binder. Sie alle, die Mitglieder und die Spender seien für die Gewinnung der beträchtlichen Summe verantwortlich, die in 20 Jahren für gute Zwecke ausgegeben werden konnte. Auch Jochen Vatter beglückwünscht den Verein zu seinem Jubiläum: „Allen Mitarbeitern, Mitgliedern und Spendern ein herzliches Dankeschön und ein fröhliches „Weiter so!“.


Kurzinformation zum Verein                                            

Im Mai 2000 wurde der Förderverein mit einem Startkapital der Stadt in Höhe von 300 Mark gegründet. Damals wie heute war das Ziel, Zusätzliches zu leisten für die Jüngsten unserer Gesellschaft, Mittel für moderne Medien, Lehr- und Lernmittel bereitzustellen, sie fit zu machen für die Herausforderungen der Zukunft, Einblicke über den Tellerrand zu gewähren und natürlich auch darauf zu achten, dass alle Schülerinnen und Schüler gleiche Chancen haben, an gemeinsamen Unternehmungen teilzunehmen. Der Jahresbeitrag ist mit 12 Euro stabil geblieben.

Der Verein kann sich heute auf mehr als 230 Mitglieder verlassen. Viele davon sind seit der Gründung dabei, haben keine Kinder mehr in der Schule und unterstützen trotzdem beständig die Entwicklung der Jugendlichen unserer Gemeinde. In den vergangenen 21 Jahren konnten etwa 80.000 € an Förderungen ausbezahlt werden. Viele Aktionen sind nur durch die Beteiligung des Fördervereins möglich. Der Verein ist ein wichtiges Mitglied der Schulfamilie Dietfurt.

Allen Mitgliedern, Spendern und Unterstützern ein herzlichstes Dankeschön!

(Katrin Hradetzky)